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In einer Feierstunde gedachte die Kath. Kichengemeinde Mariä Himmelfahrt Gellenbeck jetzt des 100. Geburtstages ihres Friedhofs. Der stellv. Vorsitzende des Kirchenvorstandes Wolfgang Konersmann begrüßte dazu etwa 50 Gäste in der Friedhofskapelle und führte durch das Programm.

Den ersten Beitrag lieferten Schüler der 4. Klasse der Grundschule Gellenbeck. Sie trugen Umfrageergebnisse aus dem Unterricht vor, in dem sie sich im Vorfeld Gedanken zum Thema Tod und Friedhof gemacht hatten.

Einige Schüler waren selbst schon mal mit dem Thema in Berührung gekommen, sei es durch den Tod der Großeltern, oder eines Haustiers. Viele berichteten von Trauer über den Verlust, aber auch von positiven Gefühlen, Trost und von Verbundenheit mit den Verstorbenen durch einen Besuch auf dem Friedhof. Die Schüler schlossen ihren Beitrag mit einem Lied, begleitet an der Gitarre von ihrer Lehrerin Fr Wemhof und dem Entzünden einer Kerze für die Verstorbenen.

Johannes Brand, der die Chronik der Kirchengemeinde fortschreibt, stellte in seinem Vortrag die Geschichte und Entwicklung des Friedhofs über die Jahrzehnte dar. Mit Gründung der Kirchengemeinde war eigentlich geplant gewesen einen Friedhof direkt an der Kirche anzulegen, wie es damals üblich war. Dies war aber auf Grund der Bodenverhältnisse nicht möglich, so dass schließlich ein geeignetes Grundstück an der Natruper Strasse („Giämke Lauh genannt)gefunden wurde. Dies glich in den Anfangsjahren eher einer Ackerfläche, wurde aber Dank kräftiger Mithilfe der Gemeinde in Eigenleistung planiert und schließlich 1918 mit einer Sandsteinmauer eingefasst. Der Eingangstorbogen zur Straße wurde vom Maurermeister Friedrich Schönhoff nach Plänen erstellt, die er aus belgischer Kriegsgefangenschaft mitgebracht hatte.

Der Friedhof in katholischer Trägerschaft stand von Anfang an allen Bürgern der Niedermark offen. Durch Zuzug vergrößerte sich die Gemeinde uns so musste auch der Friedhof mehrfach erweitert werden. 1952,1962 und zuletzt 1993 wurde die Fläche nach Süden und Südwesten erweitert.

1964 wurde eine erste Friedhofskapelle errichtet. Diese war nötig geworden, da es oft nicht mehr möglich war, Verstorbene in ihrer Wohnung aufzubahren. Diese Kapelle wurde 1999 durch eine größere ersetzt. In Eigenleistung entstand der angegliederte Bauhof für Arbeitsgeräte. Gepflegt werden die Anlagen durch nebenamtlich tätige Gemeindemitglieder.

Pastor Wagner von der evangelischen Melanchton Gemeinde und Pastor Ahrens von der katholischen Pfarreiengemeinschaft würdigten in ihren Beiträgen die Bedeutung eines Begräbnisses aus christlicher Sicht. Ahrens bedankte sich herzlich bei allen, die sich liebevoll um den Friedhof kümmern, er werde so für ihn zu einem „Garten der Hoffnung“. Beide waren sich einig, dass sich in der Bestattungskultur in einem Wandel vollzieht. In ihrer Ausprägung sei sie zeitgebunden, entscheidend sei aber in welche Richtung die Veränderung gingen. Ahrens bedauerte eine zunehmende Privatisierung der Bestattungskultur, weg vom Dienst am Verstorbenen, hin zu einem Dienst an den Hinterbliebenen. Damit schwinde auch die traditionelle Solidarität in der Trauer und Nachbarn oder Kollegen fühlten sich bei Beerdigungen „in aller Stille“ ausgegrenzt. Auch für Pastor Wagner ist der Trend zur Beerdigung im engen Kreis fraglich, da jeder Trauernde die Möglichkeit haben müsse Abschied zu nehmen.

Im letzten Redebeitrag stellte Werner Herkenhoff als Vorsitzender des Friedhofsausschusses Zahlen und Fakten zum Friedhof, zu Beerdigungen und Bestattungsformen vor. Hier zeige sich eine ein Trend hin zur Urnenbestattung, die in Gellenbeck einen Anteil von über 30% erreicht habe.

Die Feierstunde wurde musikalisch gestaltet durch mehrere stimmungsvolle Liedbeiträge des Männergsangsvereins Sudenfeld, der am Klavier von Frau Lagerquist begleitet wurde. Chorleiter Martin Dierker nutzte dann die Gelegenheit den Erlös des Herbstkonzert des MGV mit dem Blasorchester Georgsmarienhütte in Höhe von 695€ für die Renovierung der Gellenbecker Kirche zu überreichen.

Für die politische Gemeinde überbrachte der Ratsvorsitzende Claus Molitor Grüße des Bürgermeisters und überreicht eine Urkunde zum Jubiläum.

Mit dem Segen der beiden Pastöre und dem „irischen Segenslied“ des MGV endete die Gedenkfeier.

 

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