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Ein Rückblick von Ingrid Keiser und Wolfgang Konersmann

 

Ein sehr gelungener Abend im GGH mit Pfarrer Dr. Ansgar Stolte zum Thema: „Was passiert, wenn unsere Kirche über den Jordan geht“ bildete am Mittwoch, 13. Januar 2016 den Abschluss der Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde zum Jubiläumsjahr 2015. - Diese eindrucksvolle Abendveranstaltung und die vielen gut angenommenen Aktivitäten des Jubiläumsjahres sind es im Rückblick betrachtet, Wert, zusammenfassend gewürdigt zu werden.

Anlass unseres 100. Kirchengeburtstages und aller damit einhergehenden Aktivitäten ist die feierliche Kircheneinweihung am 13.12.1915 durch Bischof Dr. Wilhelm Berning gewesen. - Um diesen historischen Geburtstag gebührend zu begehen, haben sich seit Oktober 2010 Arbeitskreise aus dem PGR, dem KV zusammen mit der Jugend gebildet und sich intensiv um die Vorbereitung des Jubiläumsjahres 2015 bemüht. Ergebnis waren zwei komplexe Hauptprojekte:

 

  1. Die Kirchengemeinde feiert ihren 100. Geburtstag im Jahre 2015 mit einem Jubiläumsprogramm, verteilt auf das ganze Jahr 2015.
  2. Zum 100. Geburtstag soll eine angemessene Kircheninnenrenovierung durchgeführt werden.

 

 Im März 2015, während der schon seit Januar 2015 laufenden Renovierung, startete das Jubiläumsprogramm mit Vorträgen von Dr. Queckenstedt (Leiter Diözesan-Museum) über Kirchengemeinden im Osnabrücker Land und Zwangsarbeit mit Bezug zu Pfarrer Görsmann.

       Weiterer Programmpunkt im Frühjahr war ein Vortragsabend mit Pater Bernhard Leisenheimer zum Thema „Sakrale Räume neu erleben“; damit stellte Pater Leisenheimer einen direkten Bezug zur Kirchenrenovierung her. An diesem Abend wurde deutlich wie Pater Leisenheimer als ehem. Vorsitzender der Diözesan-Kunstkommission es versteht, den Kirchenraum anders darzustellen, dem Besucher näher zu bringen und bei ihm Verständnis für den sakralen Raum „Kirche“ herzustellen.

        Um der allgemeinen Neugier entgegenzukommen, wurde bereits in der heißen Bauphase ein Baustellengottesdienst in der Pfarrkirche gefeiert. Wir haben gesehen, dass auch eine Baustelle und selbst mitgebrachte Klappstühle eine besondere Kirchenatmosphäre hervorrufen können.

        So eine besondere Atmosphäre hat auch die KJG mit Ihrem Abend „Church and Flames“ geschaffen. An diesem Samstagabend im Mai 2015, wirkten der erste Open-Air-Gottesdienst von Kaplan Brinker in Hagen sowie die Flammen und Lichteffekte rund um die Kirche besonders auf alle Anwesenden. Ein schöner Abend!

       Nach Abschluss der Renovierung, am Samstag vor Pfingsten, hat das Festjahr dann richtig Fahrt aufgenommen mit dem Singen und dem Abend der Begegnung rund um den Vorabend-Gottesdienst. Hierbei konnten wir auf die Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen von St. Martinus zählen.

       Als nächster Höhepunkt ist sicher die gemeinsame Fronleichnamsprozession mit St. Martinus  zu nennen, die nach Prozessionen aus unseren Pfarrkirchen mit einem beeindruckenden Gottesdienst auf dem Hof Rothert ihren Abschluss fand.

Und das Programm zum Jubiläum ging Schlag auf Schlag weiter:

       Im Juni folgte der Tag der Firm-Jubiläen mit einem Gottesdienst zusammen mit Weihbischof Theodor Kettmann und anschließender Begegnung auf der Wiese hinter dem GGH. Hier wurden bei herrlichem Wetter Gedanken und Erinnerungen ausgetauscht.

       Eine Fahrradtour unter der Leitung von Johannes Brand zum Thema Kirchenfenster in unseren beiden Kirchengemeinden zeigte beeindruckende Einblicke in die frühere und aktuelle Gestaltung sakraler Räume.

       Abschluss des Monats Juni war das Wochenende mit dem ökumenischen Gemeindefest, beginnend mit der klangvollen Einstimmung durch unseren Organisten Herrn Niesemann und dem Gemischten Chor. An das ökumenische Gemeindefest am Sonntag dem 28.06.2015  können wir uns sicher alle noch erinnern, das gemeinsam mit der Melanchthon-Gemeinde wieder ein großartiges Gemeinschaftserlebnis war.

       Mitten im Sommer haben wir dann wieder die alljährliche Telgter Wallfahrt erlebt. Als besonderer Punkt wurde diesmal zum Jubiläumsjahr der sich traditionell an-schließende Grillabend vom Wallfahrtsverein im bzw. hinter dem GGH ausgerichtet.

       Auch die 2. Jahreshälfte hatte noch viele interessante Programmpunkte zu bieten. Hier beginnen wir mit dem Abend in unsere Kirche mit der Buchautorin Andrea Schwarz zum Thema mehr Wissen über Maria. Frau Schwarz kann anregend und fesselnd erzählen, das können alle bestätigen, die dabei waren. Hervorzuheben ist der Satz: Was wäre heute, wenn Maria damals zu dem Engel gesagt hätte: „Das hat es ja noch nie gegeben“! Sicherlich Anregung für alle, nicht in festgefahrenen Strukturen zu verharren, sondern offen mit Ideen umzugehen.

       Am 15.08.2015 haben wir dann mit einem Festgottesdienst unser Patronatsfest Mariä Himmelfahrt gefeiert, das mit einem Orgel-Konzert an der wieder in Betrieb ge-nommenen  renovierten Orgel seinen klangvollen Abschluss fand. Herr Niesemann wurde dabei gekonnt von Nicole Goedereis und ihrer Querflöte unterstützt.

       Mit einem Abend mit Generalvikar Theo Paul wurde dann in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein das Jubiläumsprogramm fortgesetzt. Aufschlussreich und fesselnd brachte der Generalvikar den zahlreichen Besuchern im GGH die Kirche in der Welt von heute näher. Es wurde deutlich, das sich die Kirche und mit ihr wir alle uns neuen Herausforderungen stellen müssen und Veränderungen unvermeidlich sind.

      Ein ganz besonderer Höhepunkt war auf jeden Fall der Besuch unseres Bischofs Dr. Franz-Josef Bode, der mit unserer Gemeinde am 20.09. einen Festgottesdienst feierte, dabei die neu gestaltet Marienkapelle und die Werktagskapelle segnete und sich im Anschluss auch über die gelungene Renovierung der Kirche informierte. Beim an-schließenden Klönportal suchte der Bischof das Gespräch mit der Gemeinde, hierbei konnten wir wieder einmal seine offene Art erleben.

      Ein ganz spezieller und beeindruckender Termin war die Assisi-und Rom-Fahrt unserer Gemeinde anlässlich des Jubiläumsjahres im Oktober. Diese Reise wird allen, die dabei waren, in besonderer Erinnerung bleiben.

      Ein weiterer besonderer Anlass des Jubiläumsjahres war im Oktober der platt-deutsche Gottesdienst, den Pfarrer Ahrends liebevoll und sorgfältig gestaltet hat.

      Auch die Jagdmesse, gestaltet vom Jagdhornbläsercorps Lienen, gehört in die Reihe der besonderen Gottesdienste.

      An einem weiteren Programmpunkt war wieder der Heimatverein Hagen a.T.W., der in diesem Jahr seinen 50. Geburtstag feierte, beteiligt. Johannes Brand, stv Vorsitzender des Heimatvereins, gestaltete einen Abend zum Thema Bau der Gellenbecker Kirche. Hierfür ist er tief in alte Archive hinabgestiegen (vielleicht auch nur sinnbildlich) und hat allen Zuhörern die damaligen Pläne und Hintergründe nähergebracht. Auch alte Werkzeuge, die bei der Grundsteinlegung ihren Zweck erfüllten, sind noch vorhanden und wurden gezeigt. Vielleicht ist bei seinen Recherchen für diesen Abend auch noch ein uns bisher unbekanntes Hecker Bild aufgetaucht.

      Seinen glanzvollen Abschluss fand unser Jubiläumsjahr 2015 dann mit eine Festakt-Veranstaltung am 13.12.2015. Wir haben in dem festlichen Gottesdienst und der Predigt von Pastor Stenzaly an den Weihetag der Kirche erinnert, uns mit der Renovierung im Jubiläumsjahr auch neuen Herausforderungen gestellt. Die starke Beteiligung und Unterstützung aus der Gemeinde und Ihren Gruppen und Verbänden lässt Raum für die Hoffnung, dass wir auch weiterhin im Verbund als Pfarreiengemeinschaft mit St. Martinus eine starke und wirkungsvolle Kirchengemeinde bleiben.

 

Die Aktivitäten zur Kirchenrenovierung starteten mit einer Sonder-Kirchen-Vorstands-sitzung am 27. Oktober 2010. Danach wurde auf Empfehlung von Dombaumeister, Herrn Schlüter, Herr Dipl.-Ing. Hinse vom Architekturbüro Ahrens & Pörtner aus Hilter stufenweise mit der Vorplanung, der Ausführung und der Baubegleitung beauftragt. Zusammen mit der Jugend haben Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand fünf Jahre geplant, besichtigt und beraten. Letztendlich ist im Sommer 2014 die Planungsvariante 7 verabschiedet worden. In der KV Sitzung Dezember 2014 wurden die Aufträge vergeben.

Zwischenzeitlich hatten die Gremien als Zielsetzung für die Kirchenrenovierung herausgearbeitet:

  1. Wir renovieren unsere Pfarrkirche mit dem Ziel „unseren Glauben lebendig zu halten und ihn weiterzugeben, dabei das Gebäude so zu renovieren, dass sich unsere ganze Gemeinde in der Kirche wohlfühlt; junge wie alte Menschen, regelmäßige Kirchgänger ebenso wie gelegentliche Besucher der Gottesdienste“.
  2. „Unsere Kirche liegt uns sehr am Herzen“, hatten wir in unserem Prospekt zur Erneuerung unserer Kirche geschrieben, da heißt es: „Unsere Kirche ist zu allererst Atemraum der Seele, Ort des Gebetes und der Zwiesprache mit Gott“.
  3. Weiter haben wir zum Ausdruck gebracht: „in der Ruhe und Geborgenheit der Kirche finden wir zu Gott“.

In einer fünf-monatigen Bauzeit, vom 5.1.2015 bis zum 22.5.2015 wurden die Maßnahmen und Teilprojekte der Innenrenovierung mit z. Teil großer freiwilliger Beteiligung von Gemeindemitgliedern fertiggestellt.

 

Die durchgeführten Renovierungsmaßnahmen:

  • Erneuerung des Bodenbelages Seitenschiffe und Querschiff
    und gleichzeitige Herausnahme der Kirchenbänke aus den Seitenschiffen
  • Schaffung einer „Werktagskapelle“
  • Ein zentraler neuer Standort für den Taufstein
  • Umgestaltung der Marienkapelle
  • Neugestaltung des Haupteingangs,
    des angrenzenden Infobereichs und des Orgelbodenaufgangs
  • Modernisierung des Beichtraums „Pastor‘s Beichtstuhl“
  • Schaffung eines barrierefreien Eingangs mit elektrischen Antrieben

am Kircheneingang von der Sakristei-Seite

  • Installation einer leistungsfähigen Licht- und Videoanlage
  • Umstellung der Lautsprecheranlage auf Aktiv-Boxen
  • Schönheitsreparaturen und umfassende neue Kirchenausmalung
  • Reinigung und gründliche Neustimmung der Orgel
  • Hinzugekommen sind noch nachträgliche Restarbeiten wie:
    Streichen des hinteren Außeneingangsbereichs, des Aufgangs zum Orgelboden, Anschaffung eines Schrankes für Erinnerungsstücke an Pastor Görsmann, höhenverstellbare Orgelsitzbank, weitere Messdiener-Hocker und noch ein paar weitere Kleinigkeiten.

 

Fazit unserer Kirchenrenovierung: Nach Pater Bernhard Leisenheimer (ehem. Vorsitzender der Diözesan-Kunstkommission) gilt eine Kirchenrenovierung als gelungen, wenn sie drei unterschiedlichen Versammlungsaufträgen gerecht wird:

  1. ein großer zentraler Versammlungsraum
  2. ein Gruppenversammlungsraum
  3. ein intimer Gebetsraum für das Gebet des Einzelnen.

Diesen Vorgaben haben die Projektverantwortlichen mit dem großen Kirchen-Innenraum, mit der Werktagskapelle und der Marienkapelle entsprochen.

       Der geplante und vom BGV genehmigte Kostenrahmen (€498.000,00) ist bei unserer Kircheninnenrenovierung eingehalten worden. Mit Stand vom 8.12.2015 hat der KV bis dato für die Kirchenrenovierung 470.000€ ausgegeben.

        Über die parallel zum Jubiläumsjahr und zur Kirchenrenovierung laufende Spendenaktion für die Renovierung sind bis zum 8.12.2015 rd. 100.000,00€ zusammen-gekommen. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön, verbunden mit dem Wunsch: bitte weiterspenden!

 

Nachdem was im Jahre 2015 unter der Überschrift „von Hoffnung getragen…. 100. Geburtstag Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt“ geschehen und geleistet worden ist, gilt es Dank zu sagen:

       Der Arbeitskreis Jubiläum bedankt sich sehr herzlich bei allen, die sich schon lange im Vorfeld Gedanken zum Jubiläumsjahr (beginnend mit Suche nach einem Motto, Gestaltung des Kalenders und Fortführung der Chronik) gemacht haben, bei denen, die viele Gruppen und Verbände angesprochen haben. Der Dank gilt der Beteiligung des Heimatvereins, der kath. Jugend Gellenbeck, PGR und KV St. Martinus, dem Wallfahrtsverein, Herrn Niesemann und allen anderen, die so viel Einsatz gezeigt haben.

       Ausdrücklich nennen und bedanken möchte sich der AK bei den Mitgliedern vom PGR und KV. Dabei geht ein genauso großes Dankeschön an die Mitglieder von  PGR und KV, die bis zu den Wahlen im November 2014 im Dienst und auch schon an der Vorbereitung des Jubiläums beteiligt waren.

 

Vom Kirchenvorstand ist Danke zu sagen für die Unterstützer der Kirchen-Renovierung:

  • Herrn Dipl.-Ing. Jürgen Hinse, Architekturbüro Ahrens & Pörtner, für die gelungene Projektumsetzung
  • Allen Handwerkern für ihre gute und termingerechte Arbeitsausführung
  • Dem Bischöfl. Generalvikariat für fachliche u. finanziell gute Begleitung
  • den vielen Helferinnen / Helfern aus der Kirchengemeinde für ihre gute Mithilfe
  • KV Mitglied Martin Hülsmann als KV Projektleiter für die Renovierung
  • Norbert Schmidt als vom KV beauftragter Koordinator Kirchenbänke
  • dem Renovierungs-Bau-Ausschuss des KV für seine intensive Mitarbeit.

 

An anderer Stelle heißt es: „„Von Hoffnung getragen“ – Mit viel Optimismus wird darauf gehofft, dass die vielen Programmpunkte, Gemeinschaftserfahrungen und Weichen-stellungen für die Zukunft bei diesem Jubiläum zu einem spürbaren Aufbruch führen und neue Impulse in die Gemeinde Mariä Himmelfahrt tragen“. Die Konsequenz daraus ist eigene persönliche innere Kirchenrenovierung; die möchten wir festmachen an den Aussagen des Liedes Nr. 478 GL Ein Haus voll Glorie schauet:

 

Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land,
aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand./

Die Kirche ist erbauet auf Jesus Christ allein.
Wenn sie auf ihn nur schauet, wird sie im Frieden sein. /

Seht Gottes Zelt auf Erden! Verborgen ist er da;
in menschlichen Gebärden, bleibt er den Menschen nah./

Sein wandernd Volk will leiten, der Herr in dieser Zeit,
er hält am Ziel der Zeiten, dort ihm sein Haus bereit./

 

 Mehr aus dem Gemeindeleben in unserer Pfarreiengemeinschaft

Wir sind für Sie da!

Gaby Obermeyer

Pfarrsekretärin

Pfarrbüro St. Martinus
Martinistraße 17
49170 Hagen a.T.W.
Telefon: (05401) 84258-0

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Beate Unnerstall

Pfarrsekretärin

Pfarrbüro Mariä Himmelfahrt
Kirchstraße 3
49170 Hagen a.T.W.
Telefon: (05405) 7173

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