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Vortrag anlässlich der Jubiläen der Kirchengemeinde und des Heimatvereins Hagen

In einem weiteren Vortrag im Gustav - Görsmann – Haus beschrieb Johannes Brand jetzt die Geschichte des Baus der Gellenbecker Kirche. Als früherer Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, derzeitiger Chronist der Kirchengemeinde und stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins ist er ein ausgezeichneter Kenner der Materie. Extra für diesen Vortrag hatte er einige Quellen nochmals gesichtet und konnte von neuen Funden berichten. Seine Ausführungen gliederte in die Abschitte: Schulwesen in Hagen, Entstehung der Kirchengemeinde Gellenbeck, Bau der Kirche, deren Ausstattung so wie deren Bedeutung für die Entwicklung Hagens.

Der Entstehung der Kirchengemeinde und dem Bau der Kirche voraus gegangen waren Bestrebungen im Umfeld der neu gegründeten Schulen in der Niedermark auch eine Kapelle zu bekommen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts zeigte sich deutlich, dass die Martinus Kirche in Hagen viel zu klein geworden war und es gab Pläne für den Bau eines großen „Doms“.

Mit der Anstellung des neuen Hauptlehrers Wilhelm Wolf an der Schule in Gellenbeck und durch dessen großes Engagement nahmen die Bemühungen um einen Kirchbau in Gellenbeck wieder Fahrt auf. 1909 schenkte der Bauer Johannes Meier to Bergte den Bauplatz, 1910 wurde ein Vertrag über die Teilung des Kirchspiels abgeschlossen. Der Architekt Albert Feldwisch-Drentrup entwickelte erste Baupläne. Dennoch gab es jahrelang polemische Flugblätter und ernsthafte Auseinandersetzungen. Zweimal wurde die Teilung beschlossen und zweimal widerrufen.Das mit dem Bau einer Kirche in der Niedermark auch eine Teilung in zwei Kirchengemeinden einher ging war letztendlich die Entscheidung des Bischofs.

Brand stellte verschiedene Architektenentwürfe vor und zeigte die Veränderungen in den verschiedenen Planungsstufen. Im Sommer 1913 begannen die Bauarbeiten und die feierliche Grundsteinlegung war dann im November. Der Hammer und die Kelle, beides besonders verziert sind im Pfarrarchiv erhalten und wurden während des Vortrags durch die Reihen gegeben.

1914 wurde der Dachstuhl gerichtet und im Oktober konnte das Richtfest gefeiert werden. Der inzwischen ausgebrochene 1. Weltkrieg führte dazu, das der Turm nicht vollendet wurde. Viele der Handwerker waren zum Kriegsdienst eingezogen worden. Die Stimmung in der Bevölkerung war aber noch sehr euphorisch und die Freude darüber, das die neue Glocke gleich bei ihrem ersten Geläut den Sieg über Russland verkünden konnte war groß.

Die neue Kirche wurde dann nach und nach ausgestattet mit Kreuzweg, Hochaltar und anderen Kunstgegenständen, erhielt 1920 elektrisches Licht, war aber schon von Anfang an beheizbar.Dann konnte Johannes Brand mit einem ganz aktuellen Fund im Pfarrarchiv St Martinus einen Vorentwurf für das bekannte Hecker-Bild präsentieren. Es zeigt den Plan des Architekten für den Seitenaltar mit einem Aquarell der „Fischpredigt des Hl Antonius“, dass wahrscheinlich von Franz Hecker selbst stammt.

Die Entwicklung der Gemeinde Hagen durch die Teilung der Kirchengemeinden illustrierte Brand an Hand einer kolorierten Karte. Er konnte zeigen, das die Martinuskirche nun nicht mehr Mittelpunkt des Gemeindegebiets war und auch die Mariä Himmelfahrt Kirche lag nicht zentral. Zwischen den Weltkriegen entwickelte sich auch kein kompakter Ortskern, sondern neue Gebäude entstanden fast ausschließlich an der Natruper Straße. Erst in den 50er Jahren entstand mit der Ausweisung neuer Baugebiete eine kompaktere Bebauung in Gellenbeck.

Für seinen kurzweiligen, fundierten Vortrag im voll besetzten Saal des Gustav Görsmann Hauses erhielt Johannes Brand nach Dankesworten von Antonius Thorwesten (HvH) und Wolfgang Konersmann (KV) überaus starken Beifall.

 

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