Martinusgemeinde verabschiedet Jugendpfleger Christian Bolten

Ein besonderer Moment für die Katholische Kirchengemeinde St. Martinus Hagen: In der Vorabendmesse am Samstag, 18. April 2026, verabschiedete die Gemeinde ihren Jugendpfleger Christian Bolten. Nach fünfeinhalb Jahren im Jugendzentrum Martinusheim endet für ihn ein prägender Abschnitt – und für die Gemeinde ebenso.

Christian Bolten kam im November 2020 nach Hagen. Mitten in der Corona-Pandemie trat er seinen Dienst im frisch renovierten Martinusheim an. Neue Umgebung, neue Aufgaben, eingeschränkte Möglichkeiten. Trotzdem gelang ihm schnell, was gute Jugendarbeit auszeichnet: Beziehungen aufbauen, Vertrauen schaffen, Räume öffnen. Viele erinnern sich noch an seine Begrüßung mit Schlüsselbund und Blumenstrauß – ein starkes Bild für einen Anfang, der von Anfang an Verantwortung trug.

Sein Wirken zeigte sich nicht in einzelnen Projekten, sondern im Alltag. In Gruppenstunden, Ferienaktionen, Zeltlagern und unzähligen Gesprächen. Für viele junge Menschen war er Ansprechpartner, Begleiter und verlässliche Konstante. Das wurde im Abschied mehr als deutlich!

Pfarrer Hermann Hülsmann griff in seiner Predigt das Johannes-Evangelium auf. Zu Beginn legte er einen Stein vom See Tiberias auf das Ambo. Ein schlichtes Zeichen mit klarer Aussage: So wie Jesus seine Jünger aufforderte, die Netze auf der anderen Seite auszuwerfen, so gilt auch heute der Ruf, neue Wege zu gehen. Für die Gemeinde – und jetzt ganz konkret für Christian Bolten, der als Stadtjugendpfleger in seine Heimatstadt Friesoythe wechselt.

Die Jugendlichen brachten ihre Verbundenheit in den Fürbitten zum Ausdruck. Sie wünschten ihm Gottes Segen für den neuen Weg. Was dann folgte, traf viele im Raum spürbar: Nach der Kommunion versammelte sich ein großer Gruppenleiter-Chor vor der Orgel. Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter aus dem Jugendzentrum, dem JCH, den Messdienern sowie den Mädchen- und Jungenzeltlagern hatten ein Lied vorbereitet. Eine umgedichtete Version der bekannten Werder-Bremen-Hymne – persönlich, direkt und voller Erinnerungen.

Zeilen wie „Was für ne Zeit, du warst immer voll da“ und „Du warst dabei mit viel Herz und Verstand“ brachten auf den Punkt, was viele empfanden. Auch die gemeinsame Zeit klang darin an: „2020 bist du angefangen, im neuen MH kamst du an“ und „Wir verbrachten schöne Jahre mit dir“ Immer wieder kehrte der Refrain zurück: „Christian Bolten, nun ist es soweit, wir wollen Danke sagen für die allerbeste Zeit“ Und schließlich die Worte: „Nun wirst du leider gehen, aber wir freuen uns jetzt schon auf unser nächstes Wiedersehen“

Beim anschließenden Empfang im Pfarrheim Treffpunkt setzte sich dieser Dank und Eindruck fort. Viele nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch. In Vertretung von Bürgermeisterin Christine Möller dankte der stellvertretende Bürgermeister Michael Bensmann für die Arbeit im Kinder- und Jugendzentrum. Er erinnerte unter anderem an das große Spiel zum 50-jährigen Gemeindejubiläum, das Christian Bolten maßgeblich mit vorbereitet hatte. Auch weitere Vertreter der Kirchengemeinde, der Jugendgruppen und Verbände schlossen sich mit warmen Worten und kreativen Geschenken an.

Am Ende ergriff Christian Bolten selbst das Wort. Sichtlich bewegt blickte er zurück auf seinen Start unter besonderen Bedingungen und auf eine Zeit, die ihn geprägt hat. Seine Worte blieben hängen: „Jugendarbeit hat in Hagen einen ganz besonderen Stellenwert – das ist etwas ganz Besonderes und in anderen Kommunen längst nicht überall so!“ Ein Satz, der viel über unsere Gemeinde sagt – und über die Spuren, die er hier hinterlässt. Mit seinem Wechsel nach Friesoythe beginnt für Christian Bolten ein neuer Abschnitt.

Die Pfarreiengemeinschaft lässt ihn nicht einfach gehen, sondern begleitet ihn mit Dank und guten Wünschen. Gott begleite dich auf deinem Weg, Christian. Und danke für alles, was du hier eingebracht hast!

 

 

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